Herzensangelegenheit!

Fokus Herzgesundheit beim 31. ASICS Österreichischen Frauenlauf

Nicht nur für Betroffene von genetisch bedingten erhöhten Cholesterinwerten ist Laufen Medizin     


Die Patientenorganisation FHchol Austria (www.fhchol.at) will Bewusstsein für genetisch bedingte erhöhte Cholesterinwerte – die sogenannte Familiäre Hypercholesterinämie – schaffen, da diese mit frühzeitigen Herzinfarkten und Schlaganfällen in Verbindung steht. Betroffene und Freundinnen nehmen daher diesmal als eigene Laufgruppe am 31. ASICS Österreichischen Frauenlauf teil. 

“Es ist leider viel zu wenig bekannt, dass bis zu 40.000 Personen in Österreich von Familiärer Hypercholesterinämie betroffen sind”, erklärt Gabriele Hanauer-Mader, Obfrau von FHchol Austria und Mutter einer betroffenen Tochter. “Gerade bei der Familiären Hypercholesterinämie ist es jedoch relativ einfach Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verhindern, man muss allerdings davon wissen, denn FH ist unterdiagnostiziert und unterbehandelt. Neben gut erforschten Medikamenten und entsprechender Ernährung spielt Bewegung eine wesentliche Rolle bei der Herzgesundheit.”

 

Herzkreislauferkrankungen sind in Österreich nach wie vor die häufigste Todesursache. Tendenz bei Frauen stark steigend. Der Anteil der Frauen, die jährlich an Herzinfarkt & Co. sterben, liegt bei etwa 48 %. Neben Bluthochdruck, Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel zählen auch erhöhte LDL-Cholesterinwerte zu den Ursachen.

 

“Dabei ist Frau zu sein schon an sich ein Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen, da Frauen die Symptome oft nicht richtig einschätzen”, weiß Prof. Dr. Andrea Podczeck-Schweighofer, Primaria im SMZ Süd, Präsidentin der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft und Mitbegründerin der Initiative “Starke Frauen – Starke Herzen” (www.starkesherz.at). “Deshalb ist es so wichtig, alle Risikofaktoren zu erkennen und diesen vorzubeugen. “

 

Frauen können ihr Herzkreislauf-System stärken und schützen, indem sie einen Lebensstil führen, der dem Risikoprofil angepasst ist. Dazu gehören nicht nur Nikotinstopp, eine ausgewogene Ernährung, Stressreduktion und Vorsorgeuntersuchungen, bei denen Blutdruck, Zucker und Cholesterin bestimmt werden, sondern eben auch regelmäßige Bewegung im Alltag – wie zum Beispiel Laufen.

 

“Es gibt viele Gründe warum Laufen gut für die Herzgesundheit ist”, betont Prof. Podczeck-Schweighofer. “Das Herz wird leistungsstärker, da mehr Blut durch den Körper gepumpt wird. Regelmäßiges, vernünftiges Laufen senkt das Risiko, an einer Herzkrankheit zu sterben, um bis zu 40 %. Durch das Laufen werden Stresshormone wie Adrenalin abgebaut, die langfristig die Blutgefäße schädigen können. Und Laufen verbessert Stoffwechsel, Blutzirkulation und beugt Diabetes und Übergewicht vor”.

 

“Ganz abgesehen davon macht Laufen einfach Spaß”, freut sich Gabriele Hanauer-Mader auf die erstmalige Teilnahme der Patientenorganisation FHchol Austria am diesjährigen Frauenlauf und die sportliche Herausforderung, die für sie und Betroffene von Familiärer Hypercholesterinämie eine Herzensangelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes ist.

Infos über Familiäre Hypercholesterinämie unter www.fhchol.at sowie über Starke Frauen –Starke Herzen unter www.starkesherz.at.



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